Aus gegebenem Anlass weisen wir ausdrücklich auf die Regeln für den Umgang mit wörtlichen Zitaten hin!
Der folgende Text bezieht sich größtenteils auf alle Arten von Abschlussarbeiten,
also auf Diplom-, Bachelor- und Master-Arbeiten. Auf Unterschiede wird explizit hingewiesen.
Die Abschlussarbeit ist die letzte Phase Ihres Studiums. Hier sollen Sie
zeigen, dass Sie eine ingenieurwissenschaftliche
Aufgabe selbstständig mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden und innerhalb einer
beschränkten Frist bearbeiten können. Eine solche Aufgabe ist in der Regel praxisorientiert
und hat meist einen konstruktiven, entwurfstechnischen und /
oder experimentellen Charakter: Sie müssen also ein gegebenes Problem
lösen und dabei praktische und theoretische Kenntnisse aus Ihrem
Studium einsetzen. Im Master-Studium sind allerdings auch theoretische Aufgabenstellungen
möglich.
Ihr Betreuer wird sich bemühen, die Aufgabenstellung der Arbeit möglichst genau festzulegen.
Oft ergibt sich aber die endgültige Ausrichtung und Zielsetzung erst während der Einarbeitungsphase,
wozu insbesondere Ihre Überlegungen beitragen werden.
In jedem Fall ist die Aufgabenstellung nicht mit dem zu vergleichen, was Sie in manchen Praktika kennengelernt haben:
Sie bekommen keine Liste von Arbeitspunkten, die Sie dann Schritt für Schritt abarbeiten,
sondern Sie müssen sich selbst überlegen, was im Einzelnen zu tun ist und wie Sie Ihre Vorgehensweise organisieren.
Ihr Betreuer wird Sie dabei beraten, er wird aber nicht jeden Einzelschritt überwachen und "abhaken".
Gefordert ist also eine selbstständige Arbeitsweise!
Zur Lösung der Aufgabe gehört neben der praktischen
Arbeit eine schriftliche Ausarbeitung, die eine Definition
der Aufgabenstellung, ihre Einordnung in einen Gesamtzusammenhang
sowie eine Beschreibung, Begründung und Diskussion des Lösungswegs und
der Ergebnisse enthält. In der schriftlichen Ausarbeitung kommt also der
theoretisch-wissenschaftliche Aspekt der Abschlussarbeit zum Tragen.
Je nach Art des Abschlusses sind der praktische und der
theoretisch-wissenschaftliche Aspekt unterschiedlich stark gewichtet:
Eine Arbeit kann entweder in der Fachhochschule selbst oder
auch in einer externen Einrichtung, insbesondere einem
Wirtschaftsunternehmen, erstellt werden. Auf einige wichtige Punkte
in diesem Zusammenhang geht der
letzte Abschnitt
dieses Texts ein.
Die Arbeit beginnt mit der Absprache des Themas und der
Randbedingungen zwischen Kandidaten/-tin (im folgenden wird
zur Vereinfachung jeweils nur die männliche Form benutzt)
und Betreuer. In einer anschließenden
Einarbeitungsphase sollen Sie sich mit
dem Thema vertraut machen, sich in die nötigen Grundlagen
einarbeiten und die weitere Vorgehensweise planen:
Bereits in der Einarbeitungsphase müssen Sie engen Kontakt mit Ihrem Betreuer halten
und ihm über Ihre Fortschritte berichten.
Hierfür sind Sie selbst verantwortlich, denn der Betreuer wird Ihnen nur in den seltensten
Fällen "hinterherlaufen". Lassen Sie länger nichts von sich hören
oder dehnt sich die Einarbeitungszeit ungebührlich lange aus, so wirkt sich das negativ
auf die Note aus, denn "Leistung ist Arbeit durch Zeit". Im Extremfall kann ein solcher Schlendrian
dazu führen, dass Ihnen das Thema wieder entzogen wird und Sie von vorn beginnen müssen.
Die eigentliche Bearbeitungsphase wird durch die Anmeldung der Arbeit
beim Prüfungsamt eingeleitet
(Anmeldeformular siehe Seiten des Hochschulprüfungssausschusses).
Bei der Anmeldung werden das Rahmenthema der Arbeit
offiziell festgelegt (allerdings noch nicht die endgültige
Formulierung des Themas, die später zum Titel der schriftlichen
Fassung wird) sowie Referent (= Betreuer der Arbeit) und
Korreferent (= Zweitprüfer) benannt. Spätestens
jetzt müssen Sie also einen Korreferenten
gefunden haben; es ist jedoch dringend anzuraten, sich schon
während der Einarbeitungsphase darum zu kümmern,
um Verzögerungen zu vermeiden.
Zudem sollte bei der Anmeldung der erste Entwurf einer Gliederung für die
spätere schriftliche Fassung vorliegen, um eine Übersicht
darüber zu haben, welche Teile der Arbeit schon in Angriff genommen
wurden und was noch zu erledigen ist.
Die Bearbeitungsphase
dient zur Ausarbeitung der praktischen Lösung
und der schriftlichen Fassung.
Sie darf die Dauer von drei Monaten (bei einer Bachelor- oder einer Diplomarbeit)
bzw. vier Monaten (bei einer Master-Arbeit) nicht überschreiten;
auf Antrag kann sie einmal um drei Wochen (bei einer Bachelor- oder Master-Arbeit) bzw.
vier Wochen (bei einer Diplomarbeit) verlängert werden. Die Frist
beginnt mit der Anmeldung der Arbeit (maßgeblich
ist das auf dem Anmeldungsformular eingetragene Datum) und endet
mit der Abgabe der schriftlichen Fassung beim Betreuer,
bei einer anderen Stelle der Fakultät oder beim Prüfungsamt.
Wird die Frist überschritten, so gilt die Arbeit als nicht bestanden!
Spätestens bei der Abgabe müssen Sie beim Prüfungsamt
die Zulassung zum Kolloquium beantragen
(Anmeldeformular siehe Seiten des Hochschulprüfungssausschusses).
Ohne diese Zulassung
darf das Kolloquium nicht stattfinden, wodurch ihr Studienabschluss
verzögert würde!
Die Arbeit wird nach ihrer Abgabe von Betreuer und Korreferent
gelesen.
Anschließend legen beide die Note fest,
die Ihnen dann im Anschluss an das Kolloquium mitgeteilt wird.
Das Kolloquium selbst ist die Abschlussprüfung
Ihres Studiums. Es ist ein Prüfungsgespräch
zwischen den Betreuern und Ihnen, in dem der gesamte Stoff Ihres
Studiengangs geprüft werden kann.
Sie sollten mindestens damit rechnen, dass Ihnen Fragen zur
Arbeit selbst und zu den Teilgebieten des Studiums, die Ihre Arbeit
betreffen, gestellt werden. Es empfiehlt sich, rechtzeitig die Betreuer
aufzusuchen und mit ihnen Literatur o.ä., die der Prüfung
zugrunde gelegt werden kann, abzusprechen.
Der Termin für das Kolloquium wird durch Absprache zwischen
den beiden Referenten und Ihnen festgelegt. Das Kolloquium kann aber erst stattfinden,
wenn die Referenten die Arbeit gelesen haben; man sollte hierfür
mit mehreren Wochen rechnen.
Selbstverständlich müssen Sie in allen Phasen
der Arbeit Kontakt mit Ihrem Betreuer und Ihrem Korreferenten
halten, also insbesondere mit ihnen Rücksprache vor Entscheidungen
über die weitere Vorgehensweise halten und sie über
Teilergebnisse der Arbeit informieren. Hierzu gehört auch
eine Vorführung der praktischen Lösung der Aufgabe.
Die Betreuer haben ein offenes Ohr für Fragen und Probleme
und bemühen sich, Ihnen weiterzuhelfen. Allerdings können
nur einfache Fragen spontan "zwischen Tür und Angel" oder per E-Mail
besprochen werden; für alles Weitere sollten Sie einen Termin für ein
persönliches Gespräch
vereinbaren, was allerdings nicht immer von heute auf morgen möglich
ist.
Die Einarbeitungsphase dient zum Einstieg in die Arbeit:
Erstens sollen Sie sich hier mit dem Themengebiet näher vertraut
machen. Hierzu gehört eine Einarbeitung in die benötigten
Grundlagen und in die zu verwendenden Werkzeuge, wie z.B. Hardware-Plattform,
Betriebssystem- und Programmierumgebung usw.
Zweitens muss eine Materialsammlung erstellt werden: Zwar wird vom
Betreuer einiges vorgegeben, wie z.B. Hinweise auf verwandte Arbeiten,
Literaturtipps und relevante WWW-Adressen, aber meist sind weitere
Recherchen nötig. Neben der klassischen Vorgehensweise (Befragung
von anderen, Suche in der Bibliothek) ist ein Suchen im Internet
vielversprechend, wobei man allerdings vorsichtig sein muss, was die
Vertrauenswürdigkeit der Quellen betrifft. Insbesondere bietet Wikipedia
zwar meist einen guten Einstieg in eine bestimmte Thematik; man sollte aber
weiter zu den Originalquellen vorstoßen und dann diese (und nicht
Wikipedia) im Quellenverzeichnis angeben.
Drittens können und sollen schon in der Einarbeitungsphase
einzelne Bausteine der Lösung erarbeitet werden. Man kann
hier z.B. einzelne Softwarekomponenten erstellen, die später
benötigt werden, oder Abschnitte der schriftlichen Arbeit
vorformulieren.
Schließlich soll am Ende der Einarbeitungsphase das weitere
Vorgehen geplant werden: Das Thema ist einzugrenzen, und die folgenden
Arbeitsschritte sind festzulegen. Es ist hilfreich, hier einen
Zeitplan aufzustellen, der insbesondere genügend Zeit für
die Anfertigung der schriftlichen Fassung
vorsehen muss. Außerdem sollte hier eine erste Gliederung
(also ein "Inhaltsverzeichnis") der schriftlichen Fassung
erstellt werden.
In der Bearbeitungsphase wird es dann ernst, denn erstens muss
hier die praktische Lösung der gestellten Aufgabe und zweitens
die schriftliche Fassung erarbeitet werden. Beides sollte nebenläufig
entstehen, praktische und "schriftstellerische" Arbeit
sollten also einander abwechseln. Das nebenläufige Schreiben
hilft, sich über die Ergebnisse und die nächsten
Arbeiten klar zu werden, und außerdem wird die Gefahr vermindert,
dass in der Endphase nicht mehr genug Zeit zum Schreiben bleibt.
Wie die praktische Lösung erarbeitet wird, hängt natürlich
stark vom Thema ab. Generell gilt aber folgendes: Sie sollten
versuchen, sich so gut wie möglich an Ihren Zeitplan und
an die Gliederung, die ja die anstehenden Schritte festlegt,
zu halten. Es hilft Ihnen nichts, wenn Sie die Grundlagen gut
und gründlich bearbeiten, Ihnen dann aber die Zeit für
die eigentliche Lösung fehlt. Die Kunst liegt darin, sich
auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Verzetteln Sie sich
nicht in Einzelheiten, sondern arbeiten Sie den geplanten Lösungsweg
Schritt für Schritt ab. Sollte sich herausstellen, dass
einige Punkte mehr Zeit brauchen als geplant, dann muss der
Plan natürlich angepasst werden. Sollte dabei sogar
eine Einschränkung des Themas erforderlich sein, müssen
Sie mit Ihrem Betreuer darüber sprechen.
Wichtige Schritte und Ergebnisse müssen so dargestellt werden,
dass der Lösungsweg, die Struktur der Lösung und
die Aufgaben und Funktionsweisen der einzelnen Komponenten der
Lösung klar werden. Neben einer angemessenen textuellen Beschreibung
in der schriftlichen Fassung muss hierfür der Programmcode
geeignet kommentiert und dokumentiert werden.
Für die Bewertung einer Arbeit
spielt nicht nur die Qualität ihrer praktischen
Resultate eine Rolle, sondern auch wesentlich ihre Beschreibung:
Je mehr "Widerstand" jemand beim Lesen eines Textes
spürt, d.h. je mehr er sich mit Unklarheiten, fehlenden oder gar
falschen Erläuterungen, stilistischen Mängeln, Rechtschreib-
und Kommafehlern usw. herumärgern muss, desto schlechter
wird er die Arbeit beurteilen. Dieser hohe Stellenwert der
schriftlichen Arbeit entspricht der beruflichen
Realität: Ein Ingenieur muss nicht nur
Probleme praktisch lösen, sondern auch seine Arbeitsergebnisse
klar, für andere verständlich und formal korrekt
(Rechtschreibung, Kommasetzung!) dokumentieren können.
Ihre schriftliche Ausarbeitung (insbesondere die Analyse des zu
lösenden Problems, die Beschreibung der Vorgehensweise und
die Dokumentation der Lösung) muss so klar sein, dass
weitere Arbeiten auf ihr aufbauen können: Ein nachfolgender
Student soll, nachdem er sich in das betreffende Gebiet eingearbeitet
hat, Ihre Lösung benutzen und ergänzen können.
Haben Sie beispielsweise ein Programmsystem entwickelt,
so soll Ihre Ausarbeitung genügend Informationen liefern,
um ergänzende Software-Module realisieren zu können.
Die schriftliche Fassung beginnt mit dem Titelblatt, das u.a.
das genaue Thema der Arbeit sowie die Namen des Kandidaten und
der Referenten angibt.
Ein Muster hierfür finden Sie über die Seite des Hochschulprüfungsausschusses.
Es folgt das Inhaltsverzeichnis, das der erwähnten Gliederung entspricht.
Die Einleitung führt zum Thema der Arbeit hin
und erläutert seine Hauptaspekte. Hierzu gehört
insbesondere eine Definition und Abgrenzung der Aufgabenstellung
sowie eine kurze Erörterung der Randbedingungen, die insbesondere
darlegt, was vorgegeben und daher "nur" genutzt und
was eigenständig entwickelt wurde. Außerdem soll in
der Einleitung der weitere Aufbau der Arbeit beschrieben werden:
Pro Kapitel reicht hier meist ein einziger Satz, der kurz den
Inhalt charakterisiert. Fassen Sie sich in der Einleitung möglichst
knapp und gehen Sie erst in den folgenden Kapiteln in die Details.
Das oder die nächsten Kapitel betten das Thema in seine
Zusammenhänge ein, indem sie beispielsweise wichtige Grundlagen
beschreiben und
Anforderungen und Randbedingungen der Lösung diskutieren.
Achten Sie hier unbedingt darauf, dass jeweils der Bezug zur
Problemstellung und zur Lösung deutlich wird und dass der Leser erkennt,
warum Sie die einzelnen Dinge beschreiben. Bringen Sie nichts,
was für die gestellte Aufgabe unwichtig ist und im Grunde genommen nur zum Füllen
von Seiten dient!
Die darauffolgenden Kapitel diskutieren den Lösungsansatz und
dokumentieren die erarbeitete Lösung.
Meist ist es sehr nützlich, der Dokumentation eine prägnante
Übersichtsgraphik voranzustellen (z.B. für ein Programmsystem
eine Skizze seiner Komponenten und ihrer Beziehungen), an der sich der Leser
dann orientieren kann. Bei der Dokumentation ist
es wichtig, den richtigen Detaillierungsgrad zu finden:
Einerseits muss die Beschreibung genau genug sein, damit
der Leser den Lösungsweg, die Struktur der Lösung und
ihre Funktionsweise versteht; anderseits sollte sich die Beschreibung
nicht in Einzelheiten verlieren. Bei einer Programmierarbeit beispielsweise
ist es angemessen, die wichtigsten Algorithmen und zugehörigen
Datenstrukturen abstrakt zu beschreiben, also beispielsweise in
textueller "Prosa" zusammen mit einer formalen Darstellung
(z.B. UML-Diagramme, Struktogramme, ER-Diagramme).
Der Quellcode des Programms gehört dagegen in den Anhang
(siehe unten).
Der Lösungsdokumentation sollte sich eine Beurteilung der
Ergebnisse anschließen.
Der Hauptteil der Arbeit wird durch die Zusammenfassung abgeschlossen,
in der die wichtigsten Resultate noch einmal kurz dargestellt
werden. Hier kann man auch einen Ausblick unterbringen, der Punkte
diskutiert, die zwar in der Arbeit nicht behandelt wurden, deren
Untersuchung aber interessant sein könnte.
Das nachfolgende Literaturverzeichnis nennt alle verwendeten
Quellen. Details zum Aufbau des Verzeichnisses und zum Umgang mit
Literaturstellen, insbesondere mit wörtlichen Zitaten, findet
man im nächsten Absatz.
Dem Literaturverzeichnis schließen sich der
Anhang oder die Anhänge an. Hierhin gehört bei einer
Programmierarbeit insbesondere der erstellte Quellcode - möglicherweise
in einer kleineren Schrifttype und/oder notfalls auch in einem gesonderten Band.
Falls der Quellcode sehr umfangreich ist, reicht es meist aus, nur Auszüge
zu drucken und den vollständigen Code auf einer CD oder DVD mitzuliefern.
Der Quellcode muss angemessen kommentiert sein und so strukturiert, dass
man sich darin zurechtfindet. Insbesondere sollte der Bezug der
einzelnen Teile des Quellcodes zu den entsprechenden Teilen der
textuellen Beschreibung im Hauptteil klar herausgestellt werden.
Zudem ist es meist sinnvoll, für den Quellcode ein eigenes Inhaltsverzeichnis
mit Seitenzahlen zu erstellen - beispielsweise bei einem Java-Programm ein
Verzeichnis seiner Klassen.
Die Nummerierung der Kapitel endet vor dem Literaturverzeichnis, das selbst
keine Kapitelnummer erhält. Die Anhänge werden durch Buchstaben
gekennzeichnet (also "Anhang A", "Anhang B" usw.).
Abbildungen werden durchnummeriert und erhalten jeweils eine kurze
Bildunterschrift. Um den Zusammenhang zum Text herzustellen, muss
an den Textstellen, auf die sich die Abbildung bezieht, ein entsprechender
Verweis stehen sowie eine kurze Beschreibung der Bedeutung und
/ oder des Inhalts der Abbildung. Ein gesondertes Abbildungsverzeichnis
ist nicht erforderlich, ebensowenig ein Verzeichnis der Tabellen.
Sie schreiben einen technisch orientierten Text im akademischen Umfeld.
Beides verlangt nach einer präzisen Sprache.
Vermeiden Sie daher umgangssprachliche Formulierungen,
und achten Sie insbesondere auf eine präzise Verwendung der Begriffe.
Dazu ein Beispiel aus einer Bachelor-Arbeit: Hier wurde mehrfach hintereinander
gesagt, dass ein Programm ein Dokument "in eine XML schreibt".
Diese Formulierung ist nicht angemessen, da XML eine (Meta-)Sprache ist,
in die hinein man nichts schreiben kann. Korrekt wäre die Formulierung
"schreibt in eine XML-Datei". Dies mag auf den ersten Blick wie Haarspalterei
erscheinen, ist es aber nicht: Kein Mensch sagt "Der Text steht in einem Englisch",
sondern vielmehr "Der Text steht in einem englischsprachigen Buch".
Vermeiden Sie die Ich-Form, sondern formulieren Sie unpersönlich.
Sie schreiben keinen Erlebnisbericht, sondern - wie gesagt - eine technische Dokumentation.
Achten Sie schließlich darauf, dass die Rechtschreib-
und Kommafehler nicht überhandnehmen. Kein Text ist fehlerfrei,
aber wenn sich die Fehler häufen, mindert das das Lesevergnügen
erheblich und ist kein gutes Aushängeschild für einen angehenden
Akademiker.
Das Literaturverzeichnis nennt alle verwendeten
Quellen, und zwar in alphabetischer Reihenfolge der Autoren.
Jedes Buch wird belegt durch Autorenangaben, Titel, Verlag, Erscheinungsort
und -jahr (in dieser Reihenfolge). Bei einem Zeitschriftenartikel werden, neben dem /
den Autorennamen und dem Titel, der Name der Zeitschrift, ihr
Jahrgang und die Seitenzahlen angegeben. Auch die Adressen von
Internet-Quellen gehören in das Literaturverzeichnis
- und zwar an das Ende, da hier der Autor meist anonym bleibt.
Hier sollte das Datum angegeben werden, zu dem die Information
abgerufen wurde, da sich der Inhalt dieser Quellen rasch ändern
kann.
Jeder Quellenangabe wird ein Kürzel zugeordnet, entweder
die laufende Nummer in der Liste (z.B. [12]) oder eine Abkürzung
des / der Autorennamen zusammen mit der Jahreszahl (z.B. [MeMü95]
für einen Artikel der Autoren Meier und Müller aus dem
Jahr 1995). Mit diesem Kürzel wird im laufenden Text auf
die Literaturstelle verwiesen: An allen Textstellen, die sich
auf eine Literaturstelle stützen, muss ein solcher Verweis
stehen, und umgekehrt muss jeder Eintrag des Literaturverzeichnisses
mindestens einmal im Text referenziert werden.
Wörtliche Zitate
müssen explizit durch Anführungszeichen gekennzeichnet sein.
Die Form muss dabei so aussehen:
Beispiel: Wenn Sie eine Arbeit über die Menschenrechte schreiben, dann dürfen Sie Artikel 1
des Grundgesetzes nicht einfach abschreiben, sondern Sie müssen ihn wie folgt zitieren.
Generell sollte man sparsam mit Zitaten umgehen: Man sollte Zitate nur
an den Stellen verwenden, an denen sie unbedingt nötig sind, und sie
möglichst kurz halten. Konkret bedeutet das, dass ein Zitat im Regelfall
nicht länger als zwei oder drei Zeilen sein sollte. Bei längeren
Zitaten ist der Zitierende meist nur zu bequem dazu gewesen, einen Gedanken
selbst zu formulieren.
Bezüglich des Druckbilds gibt es keine strengen Vorgaben. Allerdings haben
sich folgende Parameter bewährt: Fließtext sollte in der
Schriftart Times New Roman gehalten werden, Programmcode in Courier New
und Abbildungsbeschriftungen in Arial, jeweils in der Schriftgröße
11 pt oder 12 pt. Es sollte ein eineinhalb- oder (bei umfangreichen Arbeiten)
einfacher Zeilenabstand gewählt werden. Der rechte Rand sollte ca.
2,5 cm breit sein und der linke so breit, dass der Text nicht in der Bindung
verschwindet. Die Seiten werden nur einseitig bedruckt.
Über den maximalen Umfang einer Arbeit lässt sich
streiten; man kann sich jedoch an folgenden Richtwerten orientieren:
Bachelor-Arbeit ca. 40-50 Seiten, Diplomarbeit ca. 70-80 Seiten,
Master-Arbeit ca. 80-100 Seiten (jeweils ohne Anhänge).
Aber auch deutlich kürzere
Arbeiten sind möglich und nicht notwendigerweise schlechter.
Am besten sprechen Sie hierüber mit Ihren Betreuern!
Als Bindung der Druckfassung reicht ein "Softcover" aus; ein "Hardcover" ist
also nicht unbedingt nötig. Eine Ringbindung sollte es allerdings nicht sein,
da sich ringgebundene Arbeiten schlecht nebeneinander ins Regal stellen lassen.
Es müssen mindestens drei gedruckte Exemplare abgegeben werden - je eines
für den Referenten und den Korreferenten und ein drittes für den
Hochschulprüfungsausschuss. Meist benötigen Referent und
Korreferent noch je ein weiteres Exemplar für ihre Laborbibliothek(en).
Legen Sie jedem Exemplar eine CD-ROM oder DVD bei, die insbesondere den Text
der Arbeit (auch in PDF), den Programmcode und Kopien der Web-Seiten, die
im Quellenverzeichnis genannt werden, enthält.
Kleben Sie dazu eine Papier- oder Plastikhülle innen in den hinteren Buchdeckel.
Abschlussarbeiten können nicht nur an der Fachhochschule selbst
angefertigt werden, sondern auch extern, also z.B. an wissenschaftlichen
Institutionen, in Industrieunternehmen oder mittelständischen
Betrieben. Da externe Arbeiten schwieriger zu organisieren sind
als interne Arbeiten, müssen einige zusätzliche
Punkte beachtet werden, die nachfolgend beschrieben werden.
Zuallererst sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse unbedingt die
folgende allgemeine Regel einhalten: Noch bevor
man als Student mit einer Firma Verhandlungen über eine Arbeit
aufnimmt, sollte man zuerst und rechtzeitig mit
einen potentiell betreuenden Professor
sprechen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es vielfach zu
Schwierigkeiten kommt, wenn Studenten bei einer Firma
Werkstudentenverträge
mit dem Ziel einer externen Abschlussarbeit abschließen, ohne
zuvor das Einverständnis eines betreuenden Professors einzuholen.
Solche Schwierigkeiten treten natürlich nicht auf, wenn der
Hochschullehrer selbst einen entsprechenden Firmenkontakt hat
und von sich aus eine externe Arbeit anbietet.
Der Vorschlag für ein Thema wird im allgemeinen
von externer Seite kommen, da ja dort ein Interesse an der Bearbeitung
einer bestimmten Aufgabe besteht. Bevor jedoch die Arbeit beginnen
kann, muss dieser Vorschlag vom potentiellen Betreuer akzeptiert
werden.
Der Betreuer wird insbesondere prüfen, ob das Thema
für eine Abschlussarbeit geeignet (d.h. fachlich anspruchsvoll
genug) und zudem für den Betreuer von Interesse ist (d.h.
ob das Thema in sein Fachgebiet passt und eine anwendungstechnisch
interessante Fragestellung enthält). Das Thema sollte so
genau wie möglich abgegrenzt sein, um nachträglichen
Erweiterungen vorzubeugen, die zwar im Interesse der Firma, nicht
jedoch im Interesse des Themas und des Studenten liegen.
Die Arbeit selbst wird im allgemeinen in der anbietenden Einrichtung
durchgeführt, die damit die Arbeitsumgebung sowie auch meist
eine unmittelbare fachliche Betreuung bereitstellt. Bevor Sie
also mit der Arbeit beginnen, müssen diese beiden Punkte
(Arbeitsplatz und personelle Zuständigkeit) geklärt
sein. Der hochschulseitige Betreuer begleitet die Arbeit von außen,
macht sich z.B. bei Besuchen ein Bild von den Anforderungen und
Arbeitsergebnissen und steht bei Problemen, die nicht mit dem
externen Betreuer geklärt werden können, beratend zur
Seite. Die Verantwortung, den Hochschul-Betreuer von Fortschritten
der Arbeit zu informieren und ihn bei wesentlichen Entscheidungen
zu konsultieren, liegt beim Studenten. Die Beurteilung der Arbeit
ist Sache der Hochschule, also von Betreuer und Korreferent, wobei
natürlich der externe Betreuer eingeladen ist, seine Eindrücke
und sein Urteil über die Arbeit darzulegen und mit der Hochschulseite
zu besprechen.
Sollten Sie in einem konkreten Fall Zweifel haben,
so fragen Sie Ihren Betreuer (und am besten auch den Korreferenten, denn es könnte
ja sein, dass er in diesem Punkt eine andere Meinung hat).
"... wörtliches Zitat ..." [Literaturverweis].
Unterbleibt eine solche Kennzeichnung, so ist das ein Plagiat,
das heißt Diebstahl geistigen Eigentums, was zur Ablehnung der
Arbeit führen und zudem ordnungsrechtliche Konsequenzen
(Hochschulgesetz NRW, §63(5))
haben kann!
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller
staatlichen Gewalt. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."
[GG49]
In der Literaturliste steht dann:
[GG49] Parlamentarischer Rat, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, 1949.